Ayurveda-Therapien bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Oliver Becker, Dipl. Pädagoge und Heilpraktiker

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind weltweit die Todesursache Nr. 1. In Deutschland waren 2015 rund 40 % aller Sterbefälle darauf zurückzuführen, besonders bedingt durch Koronare Herzkrankheit und Schlaganfall. Dies sind Notfallsituationen, die intensivmedizinisch versorgt werden müssen.

Bei vielen chronischen Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems kann die Ayurveda-Medizin gute Unterstützung leisten.

Die meisten Menschen, die an Herz-Kreislauferkrankungen leiden, ruinieren sich ihre Gesundheit durch ungesunde Ernährung und Lebensweise. Im Bereich der Prävention bietet die Ayurveda-Medizin zahlreiche simple, aber effektive Empfehlungen, um der Entstehung von Krankheit vorzubeugen. Gerade für Menschen mit familiärer Neigung zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen wäre die Befolgung solcher präventiven Empfehlungen sehr wichtig.

Herzerkrankungen (hṛdroga) gehören in der Ayurveda-Medizin zu den schwerwiegendsten Erkrankungen, denn das Herz (hṛdaya) als zentrales Vitalorgan (marma) ist betroffen. Aus ayurvedischer Sicht ist das Herz nicht nur eine Muskelpumpe, sondern in ihm sind mit ojas und prāṇa lebenswichtige Prinzipien lokalisiert. Auch gilt das Herz als Sitz von Bewusstsein (cetanā), Geist (manas) und Sinnesfähigkeiten (jñānendriyas). Für den Blutkreislauf wird im Ayurveda der Fachterminus rasa-parivahana (übersetzbar als Plasmakreislauf) verwendet.

Für die Entstehung von Herz-Kreislauferkrankungen beschreibt der Ayurveda vielfältige ätiologische Faktoren aus den Bereichen Ernährung und Verhalten. Diese Ursachen führen zur Provokation der doṣas, welche sich schließlich aufgrund einer Störung der Transporträume (srotas) in bestimmten geschwächten Strukturen (dūsyas) des Herz-Kreislauf-Systems lokalisieren und diese schädigen. So können sich dort unterschiedliche Erkrankungen manifestieren. Als primäres dūṣya ist in diesem Kontext rasa (v.a. Plasma, auch das Prinzip der Nährung) zu nennen. Je nach spezifischer Erkrankung (z.B. bei Arteriosklerose) können außerdem sirā (Blutgefäße) sowie andere strukturelle Komponenten involviert sein.

Als bewährte Therapieelemente bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen verwendet die Ayurveda-Medizin körperliche Reinigungstherapien (śodhana), verschiedene Heilmittel (z.B. mit kardiotonischer, das Herz entlastender, auskratzender oder gefäßregenerierender Wirkung), rasāyana Therapien, Techniken zur psychischen Harmonisierung sowie eine individualisierte Ernährungs- und Ordnungstherapie. Auch Yoga-Elemente wie Atemübungen (prāṇāyāma) werden unterstützend eingesetzt.

Besonders die Therapie fortgeschrittener Herzerkrankungen erfordert langjährige klinische Erfahrungen. Vorzuziehen ist die Behandlung in einem stationären klinischen Setup. In schwereren Fällen sind aufgrund der hohen Akutrisiken oft parallele schulmedizinische Therapien notwendig.

Im Workshop werden die obenstehenden Inhalte detaillierter erläutert und weiter ausgeführt. Schließlich werden allgemeine Therapieprinzipien für Herzerkrankungen und Essentielle arterielle Hypertonie skizziert. Auch präventive Empfehlungen werden angesprochen.

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